Es gehört zum gesellschaftlichen Auftrag, Menschen die Teilhabe an der Gemeinschaft zu ermöglichen. Die rechtliche Betreuung ist ein Instrument, um Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit in unserer Gesellschaft gleichzustellen. Die Betreuerinnen und Betreuer sollen dabei das Wohl der Betreuten vertreten. Von der Arbeit des Betreuungsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Neuwied hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz kürzlich selbst ein Bild gemacht.

NEUWIED. Die Betreuungsvereine haben Strukturen geschaffen, die ein effektives und effizientes Handeln ermöglichen und sind durch ihre Mitarbeit in verschiedenen örtlichen Gremien an Hilfesystemen beteiligt. Der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt Neuwied kümmert sich unter anderem um Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten sowie gesetzliche Betreuungen und ist Ansprechpartner für Fragen rund um das ehrenamtliche Engagement. Die beratenden Dienstleistungen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die zuständigen Betreuerinnen und Betreuer arbeiten fast ausschließlich ehrenamtlich und unentgeltlich. Schwerwiegende Fälle werden dabei von hauptamtlich beschäftigten Diplom-Sozialarbeiterinnen betreut.

„Das Team rund um Ingrid Ely-Herbst als Vorsitzende des AWO-Betreuungsvereins Neuwied und den Geschäftsführer Axel Hillenbrand leisten eine bemerkenswerte Arbeit. Auch werden Fortbildungen zu betreuungsrelevanten Fragestellungen sowie Schulungen von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern angeboten. Dies ist ein sehr wichtiges Angebot für Betroffene in Neuwied. Hier fließt ganz viel Herzblut der ca. 150 ehrenamtlich Aktiven in deren Betreuungsarbeit“, zeigt sich der Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz beeindruckt.

Insgesamt deckt der AWO-Betreuungsverein aktuell rund 300 Betreuungen ab. Davon werden 200 Fälle ehrenamtlich betreut, weitere 100 werden hauptamtlich betreut. Zusätzlich zu den Betreuungen werden auch Fortbildungen für Pfleger und deren Berufsalltag in Pflegeeinrichtungen angeboten. Diese umfangreiche Arbeit wäre ohne die ehrenamtlich aktiven Betreuerinnen und Betreuer in dieser Form nicht denkbar. Daher ist die Gewinnung weiterer Ehrenamtler ein wichtiger Bestandteil der alltäglichen Arbeit des Betreuungsvereins. Sven Lefkowitz führt aus: „Die Arbeit des Betreuungsvereins lebt von den vielen freiwilligen Unterstützern. Hier sind alle Beteiligungen herzlichen willkommen. Um diese Hilfesysteme weiter zu unterstützen, muss auch die öffentliche Seite ihren Beitrag leisten. Ich freue mich daher sehr, dass die Förderung von Betreuungsvereinen in Rheinland-Pfalz im allgemeinen Ländervergleich sehr gut ist“.

Wer eine gesetzliche Betreuung benötigt oder Fragen zum Ehrenamt hat, hat von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 12:00 Uhr die Gelegenheit sich in der barrierefreien Geschäftsstelle in der Marktstraße 88 Rat einzuholen. Außerdem bietet der AWO-Betreuungsverein Neuwied auch Hausbesuche an. Eine Kontaktaufnahme für weitere Informationen erhalten alle interessierten ebenso per Mail unter „info@awo-betreuungsrecht.de“.

Bild:
„Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz (2. von rechts) bei seinem Besuch in der Geschäftsstelle des AWO Betreuungsvereins Neuwied neben Geschäftsführer Axel Hillenbrand (links), der Vorsitzenden Ingrid Ely-Herbst (2. von links) und dem ehrenamtlichen Betreuer Hans-Peter Groschupf (rechts).