Die Neuwieder Alice-Salomon-Schule bietet Ausbildungen zur Berufsvorbereitung, zum Sozialwesen, zur Hauswirtschaft, Gesundheit und Pflege an und legt dabei großen Wert auf das Lernen von- und miteinander. Der SPD-Politiker Sven Lefkowitz besuchte kürzlich die Schule und ließ sich über aktuelle Angebote informieren.

NEUWIED. Der Landtagsabgeordnete und staatlich anerkannte Altenpfleger Sven Lefkowitz tauschte sich bei seinem Besuch mit dem kommissarischen Schulleiter Wolfgang Künzel und Studiendirektor Elmar Kanschik aus. Im Fokus standen hier die Ausbildung in der Altenpflege sowie der Bildungsbereich der Heil- und Erziehungspflege. Mehr als 50 Kooperationspartner entsenden ihre Auszubildenden an die Schule und rund 80 Pflegehilfs- und Fachkräfte schließen erfolgreich den Bildungsgang ab. Lefkowitz hofft, dass die Zahl in Zukunft noch höher wird.

Seit Jahresbeginn hat die neue generalistische Pflegeausbildung begonnen. Dabei werden die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ zusammengeführt. Die Auszubildenden werden auf diesem Weg zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen befähigt.

„Die neue generalistische Ausbildung ist vor allem für Auszubildende, die ihren Vertiefungseinsatz in der Langzeitpflege durchführen, ein gewinnbringendes Lehrkonzept. Gemeinsam werden bereichsübergreifende Fachkenntnisse vermittelt und ebenso gelernt, bevor die Auszubildenden im letzten Drittel ihrer Ausbildung entscheiden, ob sie die Ausbildung zur Pflegefachkraft fortsetzen oder, ob sie sich spezifisch zum Altenpfleger ausbilden lassen“ bewertet der SPD-Landtagsabgeordnete Lefkowitz das neue Ausbildungsangebot durch seine pflegerischen Fachkenntnisse und ergänzt, dass durch die bessere Koordination zwischen Praktikum, Schule und Betrieb eine deutliche Qualitätssteigerung der Ausbildung möglich sei. Dabei hofft Lefkowitz, das sich viele Auszubildenden für den Bereich Altenpflege entscheiden, damit dem eklatanten Personalmangel begegnet werden kann und sich dieser nicht weiter verschärft.

Ebenso wichtig seien auch Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten für ältere Ausbildungsinteressenten, betont Lefkowitz, der seine Ausbildung zum Altenpfleger berufsbegleitend absolvierte: „Viele erwachsene Menschen, die zu späterem Zeitpunkt einen solchen Bildungsweg einschlagen oder begleitend absolvieren möchten, bürgen durch ihre meist höhere Lebenserfahrung großes Potenzial für den Pflegebereich. Jedoch müssen die Ausbildungen auch für sie ‚genug abwerfen‘, damit sie die Lebenshaltungskosten eines

Erwachsenen, meist mit Familie, zeitgleich tragen können. Hier sind die Förderungen verschiedenster Art enorm wichtig und müssen fortgeführt werden“.

Das erhöhte Interesse und der Zuwachs an potenziellen Pflegerinnen und Pflegern stellen die Schulen auch vor Herausforderungen des zukünftigen Raumbedarfs. Weitere Räume seien hier perspektivisch sinnvoll, wie der Landtagsabgeordnete im Gespräch mit dem kommissarischen Schulleiter Wolfang Künzel und Studiendirektor Elmar Kanschik erfährt und sichert abschließend seine Unterstützung zu. „Für diese Bedürfnisse werde ich mich auch weiterhin einsetzen und helfen, wo es mir möglich ist.“

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Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz (Mitte) bei seinem Besuch gemeinsam mit dem kommissarischen Schulleiter Wolfgang Künzel (links) und Studiendirektor Elmar Kanschik.