Durch   die   heute   in   Kraft   getretene   COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzver-ordnung  des  Bundesministeriums  für  Gesundheit  erhalten  Heilmittelerbringer  für  den Zeitraum vom 1. April 2020 bis zum 30. Juni 2020 auf Antrag eine Ausgleichszahlung für  Einnahmenausfälle,  die  ihnen  aufgrund  eines  Behandlungsrückgangs  infolge  der COVID-19-Epidemie  entstehen.  Diese  Einmalzahlung  in  Höhe  von  bis  zu  40  Prozent der mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechneten Vergütungen aus dem vierten Quartal 2019 muss nicht zurückgezahlt werden. Zur pauschalen Abgeltung der Kosten für   erhöhte   Hygienemaßnahmen   infolge   der   COVID-19-Epidemie   können   die Leistungserbringer für jede Heilmittelverordnung, die sie in dem Zeitraum vom 5. Mai 2020 bis einschließlich 30. September 2020 abrechnen, einen zusätzlichen Betrag in Höhe von 1,50 Euro gegenüber den Krankenkassen geltend machen.

„Seit Jahren ist es unser Ziel, die Gesundheitsfachberufe  zu  stärken–insbesondere durch eine  gute  und  schulgeldfreie  Ausbildung  in  allen  Gesundheitsfachberufen. Gerade   während   der   Corona-Krise   zeigt   sich,   welch   enorme   Bedeutung   gut ausgebildetes  Personal  im  Gesundheitswesen  besitzt.  Von  Anfang  an  habe  ich gefordert,   dass   auch   für   die   Heilmittelerbringer   im   ambulanten   Bereich   ein Schutzschirm aufgelegt wird, da diese Berufsgruppen wie die Pflegekräfte im Krankenhaus ihren wichtigen Beitrag leisten,” begrüßte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler die Schutzverordnung.

Dagmar Schlaubitz, Vorstandsmitglied der Dachorganisation der Heilmittelverbände in Rheinland-Pfalz   DOH-RP   sagte: „Dieser  Schutzschirm  hilft,  die  Existenz  vieler Physiotherapiepraxen und anderen Heilmittelpraxen in dieser Krise zu sichern. Wir sind froh  und  dankbar  dafür,  dass  Bundesgesundheitsminister  Spahn  unserer  Forderung gefolgt  ist,  die  ambulante  Heilmittelversorgung  durch  die  Zahlung  von  Ausgleichs-zahlungen, und nicht durch Kredite zu stützen. Nun setzen wir auf eine schnelle und möglichst reibungslose Umsetzung des Antrags-und Auszahlungsverfahrens durch die Krankenkassen.“

Anerkennung und Unterstützung für Hebammen / Geburtshilfe stärken!
„Die  Stärkung  und  Aufwertung  von  Hebammen  ist  mir  seit  langem  ein  echtes Herzensanliegen –und auch jetzt in Corona-Zeiten stehen wir an ihrer Seite“, betonte Gesundheitsministerin   Sabine   Bätzing-Lichtenthäler   mit   Blick   auf   den   heutigen Internationalen Hebammentag. „Rheinland-Pfalz  stellt  für  die  Hebammen  insgesamt 800  Schutzausrüstungspakete  mit  je  einem  Schutzkittel  und  zwei  FFP2-Masken kostenlos  bereit.  Als  Unterstützung  für  die  anspruchsvolle  und  unverzichtbare  Arbeit, bei der die Hebammen Unglaubliches leisten.“

Ebenfalls im Kontext der Corona-Pandemie hatte sich die Landesregierung Mitte März dafür eingesetzt, dass bei Geburten im Krankenhaus möglichst auch die Väter oder eine sonstige Begleitperson dabei sein können. In einer entsprechenden Empfehlung an die Krankenhäuser wurde deutlich gemacht, dass aus infektionshygienischer Perspektive kein Ausschluss von Begleitpersonen erforderlich ist, da das Risiko für Mutter und Kind nicht  erhöht  wird,  sofern  eine  Lebensgemeinschaft  besteht.  Dieses  Anliegen  wurde auch  von  den  Teilnehmerinnen  und  Teilnehmern  des  Runden  Tisches  Geburtshilfe bekräftigt, der am 22. April auf Einladung von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Form einer Telefonkonferenz mit dem Schwerpunktthema „Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geburtshilfe“ getagt hatte. Die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung  des  Landes  Rheinland-Pfalz  definiert  entsprechend die  Begleitung  durch  Partnerinnen  oder  Partnern  bei  der  Geburt  als  Ausnahme  vom allgemeinen Betretungsverbot der Krankenhäuser.

„Um die wichtige Arbeit der Hebammen zu unterstützen, setze  mich  darüber  hinaus weiter für Verbesserungen ein, denn die Geburtshilfe und speziell der Hebammenberuf müssen aufgewertet und  auskömmlich finanziert  werden“,  unterstrich  Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler. Zu diesem Einsatz der Landesregierung für Geburtshilfe, Hebammen und Entbindungspfleger gehört auch eine Bundesratsinitiative für ein bundesweites  Geburtshilfestärkungsgesetz  im  November 2019.  Die  Bundesregierung wird  darin  aufgefordert,  zeitnah  einen  entsprechenden  Gesetzesentwurf  vorzulegen, um die Arbeitsbedingungen und die Personalausstattung im Bereich der Geburtshilfe zu  verbessern.  Neben  einer  vollständigen  Refinanzierung  der  Hebammenstellen  in Krankenhäusern  wurden beispielsweise  angemessene und  transparente  Betreuungsschlüssel  unregelmäßige  Fortbildungen  gefordert.  Das  Land  verfolgt  diese  Ziele weiterhin.

Einen  Überblick  über  alle  Maßnahmen  der  Landesregierung  bietet  die  Internetseite http://www.corona.rlp.de.

Über den nachfolgenden Link erhalten Sie zudem Informationen zum aktuellen Stand der Krankheitsfälle in den rheinland-pfälzischen Landkreisen und Städte:
Informationen_Landesregierung_aktueller_Stand_Corona