„Pädagogische Fachkräfte gehören aktuell zu den Gruppen, die maßgeblich dazu beitragen, dass das gesellschaftliches Leben funktionieren kann. Sie kümmern sich um die Kinder, die zuhause nicht betreut werden können, und leisten damit unglaublich wichtige Arbeit für uns alle. Nach den zurückliegenden Weihnachtstagen und Silvester können sich das Kita-Personal sowie Kindertagespflegepersonen nun vom 4. Januar bis 18. Januar 2021 einmalig anlasslos und kostenfrei in den örtlichen Testzentren auf das Corona-Virus mittels Antigen-Schnelltest testen lassen“, kündigten Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute an.

Dazu Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler: „Wir haben die Testzentren bereits informiert und vorbereitet. Pro Test fallen Kosten von etwa 20 Euro an; diese Kosten trägt das Land. Landesweit gibt es rund 20 Testzentren, die die Schnelltestung vornehmen.“

„Für die Testung benötigen die pädagogische Fachkräfte eine Bestätigung ihrer KitaLeitung. Diese werden den Trägern der Kindertagesstätten sowie den Kitas am kommenden Montagvormittag zur Verfügung gestellt. Das zuständige Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung informiert die Kindertagesstätten und steht darüber hinaus für Fragen zur Verfügung“, ergänzte Hubig und betonte: „Für alle Erzieherinnen und Erzieher gilt also: Warten Sie ab, bis Sie von Ihrer Kita entsprechend informiert werden. Danach können Sie sich eine Bescheinigung ausstellen lassen und sich damit dann in einem örtlichen Testzentrum vorstellen.“ Bei der Kindertagespflege stellt das örtliche Jugendamt eine entsprechende Bestätigung aus.

Anlassbezogene Testungen
Darüber hinaus erklärten die beiden Ministerinnen, dass sich künftig auch Lehr- und Erziehungskräfte, die unter Kategorie 2 der Kontaktpersonen fallen, also nur kurzen oder entfernten Kontakt zu infizierten Personen in Kita oder Schule hatten und damit einem geringeren Infektionsrisiko ausgesetzt waren, in privaten Testzentren oder bei anderen Testanbietern testen lassen können. Auch dafür reicht die Bescheinigung der Kita- bzw. Schulleitung, die beim Testzentrum vorgelegt werden muss. Bisher wurden nur Personen mit einem Kontakt der Kategorie 1 getestet. Die erweiterten Testmöglichkeiten schaffen somit zusätzliche Sicherheit.

Weiterführung und neue Studien in Bildungseinrichtungen
Bildungsministerin Hubig betonte, dass die Querschnitts-Testungen an ausgewählten Kitas und Schulen, die bereits vor und nach den Sommerferien 2020 stattgefunden hatte, weitergeführt werden. Hier wurden an elf Kitas und 24 Schulen jeweils Kinder, Jugendliche und Personal auf das Corona-Virus getestet. Außerdem, so ergänzte Bätzing-Lichtenthäler, werde die Untersuchung „Secondary Attack Rate in Schools Surveillance“, die die Häufigkeit von Virus-Übertragungen an Schulen untersucht, durch das Landesuntersuchungsamt weitergeführt. Zudem beteiligt sich das Land Rheinland-Pfalz bei unterschiedlichen bundesweiten Erhebungen, etwa des Bundesfamilienministeriums mit dem Schwerpunkt Kita oder der Corona-Studie des Deutschen Jugendinstituts und des RKI. Ebenfalls will sich Rheinland-Pfalz künftig an der bundesweiten Längsschnittstudie B-FAST (Bundesweites Forschungsnetzwerk Angewandte Surveillance und Testung) beteiligen.