Der Landtag hat einen Antrag der Koalitionsfraktionen “Versorgung der Bevölkerung mit Blutprodukten zukunftsorientiert sicherstellen – Diskriminierung bei der Blutspende beenden” beschlossen. Dazu erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Lefkowitz:

„Blut ist nicht männlich oder weiblich, schwul oder lesbisch. Die Diskriminierung von schwulen, bi- und pansexuellen Männern bei der Blutspende muss endlich ein Ende haben. Bereits jetzt spenden deutlich zu wenige Menschen Blut. Nur ein Bruchteil der potenziellen Lebensretter wird tatsächlich zum Spender. Die Corona-Pandemie hat die angespannte Lage bei der Verfügbarkeit von Blutprodukten noch weiter verschärft. Ab dem Jahr 2030 droht eine dramatische Unterversorgung bei Blutreserven. Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, aufgrund von pauschalen Vorurteilen auf gesunde Blutspender zu verzichten. Für die Eignung eines Spenders oder einer Spenderin sollte einzig und allein die medizinische Beurteilung des tatsächlichen Risikoverhaltens ausschlaggebend sein. In ihrem Antrag fordern die Ampelfraktionen die Landesregierung daher auf, sich auf Bundesebene für eine entsprechende Änderung des Transfusionsgesetztes und der Richtlinie Hämotherapie der Bundesärztekammer einzusetzen. Die Spende von Blut kann Leben retten, die sexuelle Orientierung des Spenders sollte im Jahr 2020 schon längst keine Rolle spielen.“

Den Plenar-Redebeitrag des Landtagsabgeordneten Sven Lefkowitz finden Sie zum Nachschauen unter dem folgenden Link oder auf der Internetseite unter der Rubrik “Video der Woche”.

Link:
https://www.youtube.com/watch?v=eXLBkIr3x_U